Geschichtsverein Eisenach e.V. © zuletzt geändert am :  13.06.2017 / 14:38 Uhr   | Impressum

Auftakt der diesjährigen Veranstaltungen des Geschichtsvereins war die Mitgliederversammlung, auf der der Vorsitzende Dr. Brunner einen Rückblick über die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit gab. An insgesamt sieben Vortragsabenden konnte der Verein zahlreiche interessierte Gäste begrüßen und das ab Herbst im neuen Domizil, in der Jakobschule. Gut angenommen wurde auch die Exkursion nach Meiningen unter fachkundiger Leitung des Vorstandsmitglieds Horst Meißner. Zahlreiche Projekte wie z. B. die weitere Verlegung der "Stolpersteine" sowie die Errichtung der Telemann-Stele konnten erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Der Verein zählt gegenwärtig 64 Mitglieder.


Im Anschluss an den Bericht referierte Horst Meißner über den 200. Jahrestag der Konvention von Tauroggen. Er schlug den Bogen von der fanzösichen Revolution (1789), über die Schlacht von Jena und Auerstädt (1806) bis zum Russlandfeldzug Napoleons. An dessen Ende kam es am 30. Dezember 1812 in der Nähe von Tauroggen (poln. Taurogi), an der damaligen preussisch-russischen Grenze, zur Unterzeichnung des Waffenstillstands zwischen dem preussischen Generalleutnant Yorck und dem russischen Generalmajor Diebitsch. Yorck hatte lange gezögert, aber dann handelte er ohne Zustimmung des preußischen Königs. Er setzte sich damit dem Vorwurf des Ungehorsams sowie des Hochverrates aus und riskierte die Todesstrafe. Napoleon hatte das preußische Hilfskorps in seinem Russlandfeldzug eingesetzt, das sich jetzt mit den Russen gegen ihn verbündet hatte. Allerdings zögerte der preußische König noch fast drei Monate, bevor er sich offen gegen Frankreich stellte. Die Konvention leitete die Erhebung gegen die französische Besatzung in ganz Europa ein und führte so auch zum Ende der "Franzosenzeit" in Sachsen-Weimar-Eisenach.

Di 15.01.2013 18:30

Mitgliederversammlung  und

Vortrag : Meißner - 300 Jahre Tauroggen