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Vortrag : Vorstandsmitglied Horst Meißner




Di 11.11.2008 17:33

Militärgeschichtliches aus 250 Jahren Garnisionsstadt Eisenach 1740-1990

Unser Vorstandsmitglied, Horst Meißner, stellte in seinem Vortrag die wechselvolle Militärgeschichte Eisenachs dar. Die ersten Mobilmachungen fanden schon 1534 (240 Mann)und 1539 (520 Mann mit Handbüchsen, langen Spießen und Hellbarden) statt.

Die Einheiten aus S-W-E kämpften für die Preußen bei Jena und Auerstädt. 1869 begann der Bau der Kaserne in der heutigen A.-Bebel-Straße für das Thüringer Infanterieregiment 94. Der erste Weltkrieg führte die Eisenacher Einheit in die Gräben der Westfront.

1934 begannen die Arbeiten für die Kasernen des neu aufgestellten 2. Panzerregiments. Nach dem Frankreich-Feldzug fand 1940 deren letzte Siegesparade in Eisenach statt. Der Weg führte die Panzertruppe über Griechenland weiter an die Ostfront. Dort weitestgehend aufgrieben, nahmen einzelne Verbände noch an der Schlacht um Berlin teil. Bei Wittenberg marschierte 1945 der letzte Rest in amerikanische Gefangenschaft.

Die Kasernen wurden 1945 zur Entmilitarisierung auseinandergesprengt. In der Bebel-Straße-Str. zog die Volkspolizei ein. Die ziviele Nutzung der Militärgebäude an der E.-Thälmannstraße beendete 1954 die neue Grenzpolizei, (später Grenztruppen der DDR). Seit 1991 werden die Liegenschaften durch den Bund vermarktet.